Die Abspaltung von der FIDE - 1993

Die Professional Chess Association (PCA) wurde 1993 von Garri Kasparow und Nigel Short zur Vermarktung und Organisation ihrer Schachweltmeisterschaft gegründet. Kasparow und Short warfen dem Weltschachbund FIDE und dessen Präsidenten Florencio Campomanes unprofessionelle Arbeit sowie mangelnde Interessenvertretung vor. Des Weiteren weigerten sie sich, 25 Prozent der Preisgelder an die FIDE abzutreten. Die FIDE entzog daraufhin Kasparow den WM-Titel und Short das Recht auf die Herausforderung.

Beide Spieler wurden aus der Rangliste des Verbandes entfernt, die beiden im Kandidatenturnier unterlegenen Anatoli Karpow und Jan Timman als Nachrücker zur offiziellen Weltmeisterschaft eingeladen. Diese FIDE-Weltmeisterschaft wurde zum völligen Fiasko, nachdem einer der beiden Veranstalter das versprochene Preisgeld nicht hatte aufbringen können und der zweite sich kurzfristig ganz zurückgezogen hatte.

Die FIDE-Schachweltmeisterschaften 1993–2005 fanden nur begrenzte Anerkennung, weil die weltbesten Spieler teilweise fehlten und der neue Modus umstritten war. Damit gab es nun zwei Weltmeister, den von der FIDE anerkannten Weltmeister und den PCA-Weltmeister. Erst im Jahre 2006 wurde die Titelspaltung der Schachweltmeisterschaft überwunden.

Die Fide-Weltmeisterschaften von 1993–2005 habe ich hier gar nicht aufgenommen, weil der Modus mit teilweise über 400 Partien, gespielt im K.O.- Modus, mit nicht mehr überschaubaren Teilnehmern meiner Meinung zu chaotisch waren, und mit den klassischen Schachweltmeisterschaften gar nichts mehr gemein hatten.
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